DVZ - Qualitaet der Kuehllogistik laesst zu wuenschen uebrig
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By Kerstin Kloss and Michael Hollmann Zu langsame Luftfracht, immer mehr technische Fehler auf Kühlschiffen und der Mangel an Reefer-
Containern – das waren die Aufreger bei der „Cool Logistics 09“ vorige Woche in Hamburg. Die internationale Konferenz über Kühl-Lieferketten stand unter dem Motto „Die Abkühlung durchstehen: Kühlketten-Grundlagen überprüfen“.
Der Vergleich von weltweiten Arzneimitteltransporten per See- oder Luftfracht fi el eindeutig aus: „Luftfracht ist schneller, aber die Prozesse können einen eintägigen Flug um zwei Wochen verzögern“, konstatierte Sonja Röper, Senior Manager South East Asia and China, Distribution Logistics bei Merck in Darmstadt.
Verzögerungen räumte auch Michael Breul, Head Product Management Standard and Express bei Lufthansa Cargo, ein: Im Schnitt benötige eine Lieferung von Frankfurt in die USA von Kunde zu Kunde mehr als sechs Tage, davon acht Stunden Flugzeit. Grund: langwierige Prozesse, etwa bei der Liefer annahme oder Konsolidierung. Der Transport von verderblicher Ware gehöre zu den Investitionsprioritäten bei LH Cargo, betonte Breul.
Auch Kühne + Nagel (KN) setzt zunehmend auf Kühllogistik. 2009 steuere KN ein Volumen von 90 000 Reefer-TEU und 100 000 t verderbliche Luftracht an, sagte Frank Ganse, Global Director Reefer Logistics bei KN in Bremen. Der Anteil der Kühllogistik soll in diesem Jahr um 10 Prozent wachsen. Als Beispiel nannte er den Paprikatransport aus der Negevwüste (Israel) nach New York von acht bis neun Tagen. Davon kalkuliert KN zwei Tage für die Luftfracht von Amsterdam nach New York ein – „mehr können wir uns nicht erlauben“, so Ganse.
Kopfweh bereitet ihm, dass sich die technischen Fehler bei den Reedereien häuften – beschädigte und verschmutzte Reefercontainer, Fehler bei der Belüftung, Entfeuchtung oder Temperatur. Auch wenn die Schäden pro Lieferung unter der 1-Prozent-Marke lägen, sieht Ganse einen Negativtrend.
Verantwortlich macht er den Ratenverfall, der „teilweise als Sport gesehen“ werde. „Wir müssen den Reedereien helfen, dass die Raten hochgehen, sonst werden sie untergehen“, forderte er. Sorge macht den Fachleuten auch der Mangel an Reefer-Containern. Grund ist, dass viele Produktionsbetriebe in China stillgelegt wurden, die Nachfrage aber wächst. |


